Internationales Getränkewissenschaftliches Zentrum Weihenstephan

Zeichnungen, Edelstahl, spiegelnd oder farbig pulverbeschichtet, 2016

Kunst am Bau, Internationales Getränkewissenschaftliches Zentrum, TUM, Zeichnung, Freising, Weihenstephan,

Die Wände aller Stockwerke werden von freien abstrakten Zeichnungen bevölkert.                                                                                       Organische und kristalline Formen geben Rhythmus und Struktur. Kontraste wie Ordnung und Chaos,                                                  Reihungen und Gruppierungen verweisen inhaltlich auf die Nutzung des Gebäudes. Die Darstellung entschlüsselt

sich durch Vergleich, Beobachtung und Analyse. Diverse Zyklen werden bildnerisch dargestellt. Schwärme                                                                von vermeintlich identischen Formen stehen technischen Konstrukten gegenüber.

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CPA - Center for Functional Protein Assemblies

Kunst am Bau Wettbewerb, Fassade, 2016

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Das Gebäude wird mit Alucobond Platten bekleidet. Die Architektur ist klar strukturiert, die Fensterflächen                                                 geben den Rhythmus vor. Die Gestaltung nimmt diese Vorgaben auf und kontrastiert sie mit den Mitteln                                                           des abstrakten Form.-und Farbvokabulars. Die Motive sind offen und malerisch gesetzt.                                                                                            Es werden 8 Farbtöne der Spektra Farbreihe verwendet. Die Oberflächen verändern ihre Farbigkeit,                                                                        je nach Pigment und Betrachtungswinkel werden unterschiedliche Wellenlängen des Lichtes auf den Betrachter zurückreflektiert,                Es entstehen ständig wechselnde Farbverläufe. Je nach Standpunkt, verändert sich die Wahrnehmung der Gebäudeseiten,                           von einem introvertierten Grisaille zu einem extrovertierten Farbenspiel und zurück.                                                                                           Durch die Bewegung des Betrachters soll ein lebendiger Eindruck vermittelt werden.                                                                                               Der hohe Reflektionsgrad lässt die Farbflächen leuchten.                                                                                                                                                 Ein Eindruck von Fluoreszenz entsteht und erinnert an die Mikroskopie in der Proteinforschung.

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Schlaraffenland

Kindertagesstätte der Hochschule München und des deutschen Herzzentrums, Lazarettstrasse 62, München

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Dem Kunstschaffen des Malers Anthony Werner liegt von jeher ein Interesse an der Verbindung von Malerei und Technologie zu Grunde. Der Künstler will einfach wissen, entdecken und ausprobieren "was geht" und wohin, in welche Dimension ihn seine Malerei mit Hilfe der Verschmelzung mit innovativen aber auch traditionellen (Reproduktion-)Technologien führt.

Für die Wandgestaltung der Kindertagesstätte an der Lazarettstraße 62, wurde ein Verfahren entwickelt, bei dem zwei Monotypien des Künstlers auf die Maße der Stirnwand des Gebäudes vergrößert und als lichtechte Beschichtung auf HPL-Platten aufgebracht worden sind, die nun passgenau die Fassade der Eingangsseiten der Kindertagesstätte Bekleiden:

Leuchtende, mit den Strahlen und Lichtreflexen der Sonne, Ästen und grünen Laubkronen der umgebenden Bäume flirtende Farben. In extremer Vergrößerung zur Geltung kommende Erscheinungen in dottergelb und blau-grün: Medusen, Andromedanebel, Unterwasseralten, Inselgestade, Pflanzen oder Sternenhimmel ferner Galaxien. Mit Anthony Werners Farben fusionieren Natur, Architektur und Kunst.

Aus dem aquarellartigen Farbauftrag der Monotypien des Künstlers resultieren Gestaltungen, die die Entdeckungsfreude und Phantasie beflügeln. Hop oder Top, 2 Farben, 2 Pinsel, 1 Geste - alles muss im Augenblick des Farbauftrags stimmen, bei vollem Einsatz, hoher Konzentration und vollem Risiko... und dann blühen im Trocknungsprozess die Farben entweder auf, werden lecker oder nichts.


Der Einsatz und die Anwendung von Malerei in einem bestehenden Kontext sind Anthony Werner extrem wichtig. Der Künstler holt immer wieder die Malerei von ihrem isolierten Geviert an der Wand herunter und macht sie nicht zuletzt als "Fassade" einer Kindertagesstätte zu einem direkten Bestandteil unserer Umwelt und unseres Leben. 

Er malt und brennt sich ein auf Glasscheiben, Häusern, Paravents, Fliesen und Wänden - am liebsten grenzenlos. In seiner Lust am Malen erinnert er an Kinder mit dicken Stiften, die vor nichts halt machen.Anthony Werner Gemälde sind gestisch, eplpsiv, endlos, begeistert, vital,konzentriert und energiegeladen - manchmal auch lyrisch, zärtlich und poetisch. Manche Linien sind auf Speed, andere kennen ei behutsames und langsames Wachstum. Als Künstler lebt Anthony Werner nicht im Elfenbeinturm. Er mischt sich ein, fusioniert wo es geht, ist dabei, mittendrin und nicht daneben und organisiert so den Betrachter in seiner Alltagswelt. Letztendlich verführt er jeden, der ihm ins Bild gerät, ganz im Sinne eines Kunstschaffens.

Anthony Werners Gesten und seine Erben sind 100% stets der Schönheit, der Natur und der Lust am Leben und an den Betrachtung verpflichtet. Manchmal sieht er sich selbst als Rufer in der Wüste, der den anderen mit seiner Malerei zuruft: Hey das Leben ist wunderbar!     Text: Cornelia Kleybold   Fotos: Basti Arit

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Mit Speck fängt man Mäuse

Am Anfang waren Form und Farbe: Die Wände des Treppenhauses in der Kinderkrippe an der Gruithusenstraße sind erfüllt von einem energiegeladenen Gesänge aus divergierenden Körpern und komplementären Farbtönen.

Graublaue Bälle, orangefarbene Dreiecke und ein paar weiß gelassene Flächen halten das Ganze über alle Wände zusammen. Hier führt das Ungegenständliche ein Eigenleben wie einst bei den Malern des Blauen Reiters - aber in der Ästhetik der Jetzt-Zeit.

Anthony Werners Kunst ist eine Komposition aus Farbkontrasten, Formen und schwarzen Linien. Die Einzelgebilde treten dabei fast plastisch aus der Wand hervor.Und es sind die mit sicherem, schnellen Strich gesetzten Konturen der schwarzen Umrisszeichnung, die an eine überdimensionierte Comic-Zeichnung - allerdings ganz ohne Text- erinnern. Doch bei aller Abstraktion ist das Ganze auch eine Art universelle Landschaft: Wer will kann graue Wolken und braune Berge erkennen, die sich aus einem grünen Urgrund mit einem stilisierten Grasbüschel abheben. Ganz oben hängt eine fahle Mondsichel, neben dem Käseplaneten glimmt matt ein Stern - und da: Ein Ufo mit gelben Zackenfüßen ist im Anflug. Unwillkürlich duckt man sich, wenn man auf dem Treppenabsatz steht. Anthony Werner malerischer Urknall vermag es, kindliche Begeisterung zu wecken über die unermessliche rätselhafte Vielfalt der Welt.


Quivid   Kommission für Kunst am Bau und im öffentlichen Raum der Landeshauptstadt München                          Text: Roberta De Ringi                                 

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Wandmalerei im Treppenhaus, St. Konrad Grundschule in Haar, 2009

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